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Pinneberger Tageblatt vom 13.06.2006
SV Rugenbergen vom DFB ausgezeichnet Von Christian Brameshuber
Fußball ist wichtig. Aber in der Jugendabteilung des SV Rugenbergen steht nicht nur das runde Leder im Mittelpunkt. Es geht auch um soziale Kompetenzen, um die Integration von ausländischen Mitbürgern und um ein Zusammengehörigkeitsgefühl. „Wir fördern den Nachwuchs ganz gezielt, holen die Kinder von der Straße“, sagt Frank Ellerbrock, stellvertretender Jugendleiter beim SV Rugenbergen.
Das Engagement der Trainer und Betreuer und der Einsatz der Kinder und Jugendlichen hat sich gelohnt. Die DFB-Stiftung Egidius Braun hat die Jugendabteilung des Bönningstedter Vereins jetzt für seine vorbildliche Jugendarbeit ausgezeichnet. Die Stiftung stellt jährlich 700000 Euro zur Verfügung, wobei auf den Landesverband Hamburg immer nur ein erster Platz pro Jahr entfällt. Im WM-Jahr dürfen sich die Kicker der SV Rugenbergen über den ersten Preis freuen. 16 Jugendliche der Jahrgänge 1993 bis 1995 sowie zwei Betreuer fahren für eine Woche in die Ferienanlage nach Schönhagen. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann beglückwünschte den Verein zu dieser Auszeichnung. Er wird die Sportler am 30. Juli persönlich in die Ferien verabschieden.
250 Kinder und Jugendliche sind beim SVR zurzeit in 17 Mannschaften aktiv. Vor gut vier Jahren hatte der Verein begonnen, ein neues Konzept für die Jugendarbeit umzusetzen. Die Nachwuchsarbeit wurde auf alle Jahrgänge ausgeweitet. Die Teams haben nach und nach einheitliche Trainingsanzüge erhalten. „Das fördert den Zusammenhalt und stärkt die Identifikation mit dem Verein“, betont Ellerbrock.
Das Verhalten der SVR-Mannschaften auf fremden Plätzen war ebenso ein Bewertungskriterium wie die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Fußball-Verband. Die Jury hat sich auch angesehen, welche Angebote die Vereine den Jugendlichen in den Ferien machen. Auch in diesem Punkt konnte der SVR überzeugen. Seit Jahren wird am Sportzentrum an der Ellerbeker Straße ein großes Fußballcamp organisert.
Der Bönningstedter Verein hat diese Auszeichnung zum ersten Mal erhalten. Ellerbrock: „Ich freue mich für die Kinder und danke allen Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz.“
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