|
8 Mal WM-Gold für Schleswig-Holsteiner Rhönradturner: Riesiges Erfolgserlebnis für die Rhönradturner aus dem nördlichsten und mittlerweile auch stärksten Rhönradbundesland! Die Rhönrad Weltmeisterschaften 2005 in Aachen (D) und Bütgenbach (Belgien) zeigten ein Mal mehr die Stärke der Schleswig Holsteiner Rhönradturner. Mit der Erfolgsbilanz von 8 Goldmedaillen, einer Silbermedaille und einer Bronzemedaille dominierten die Schleswig- Holsteiner die Weltmeisterschaften 2005 bei den Männern und Jugendturnern. Achus Emeis, Tim Seidel, Christoph Clausen (alle TSB Flensburg), Johannes Knapp, Constantin Malchin, Simon Knapp und Henning Henningsen (alle SV Rugenbergen) traten an, um ihr Können international unter Beweis zu stellen. Während des Mehrkampfes der Erwachsenen am Donnerstag, den 5. Mai, zeigte Achus Emeis sein enormes Können und sicherte sich mit 28,25 Punkten die Goldmedaille im Mehrkampf der Männer. Er erreichte sowohl in der Musikkür, als auch im Sprung sagenhafte 9,50 Punkte und damit die Teilnahme am Musik- und Sprungfinale am nächsten Abend. In seiner Spirale Kür (9,25 Punkte) konnte Achus dagegen, wegen winziger Unsicherheiten, nicht in das Finale einziehen, da pro Finale nur 2 Turner einer Delegation teilnehmen dürfen. Dagegen turnte Constantin Malchin die beste Spiralekür im Mehrkampf (9,40 Punkte) und durfte sich deshalb über die Teilnahme im Spiralefinale freuen. Im Mehrkampf erturnte Constantin sich den 3. Rang mit konstanten Leistungen (Musik 8,25 Pkt; Sprung 9,10 Pkt). Christoph Clausen, Tim Seidel und Johannes Knapp belegten mit einem hauchdünnen Abstand die Plätze 4, 5 und 6. Zwischen dem vierten Christoph und dem sechsten Johannes liegen nur 0,25 Punkte. Christoph überzeugte vor allem im Sprung (9,05 Punkte) und erhielt insgesamt 25,45 Punkte. Tim und Johannes dagegen fast ebenbürtig. Tim erhielt insgesamt 25,30 Punkte und Johannes wegen einem Sturz in der Musikkür, die deshalb nur mit 7,70 Punkten bewertet werden konnte, eine Gesamtpunktzahl von 25,20 Punkten. Am Freitag, den 6. Mai, schlug dann die Stunde der Jugendturner. Im Mehrkampf konnte Simon Knapp seinen Weltmeistertitel aus Lillehammer, dem Austragungsort der letzten Rhönrad-Weltmeisterschaften, verteidigen. Trotz einem kleinen Patzer am Ende seiner Geradekür konnte Simon, ganz schnell ein Notprogramm turnen, sodass ihm die volle Schwierigkeit angerechnet werden konnte. Er erhielt für seine sehr saubere Geradekür trotzdem noch 9,25 Punkte. Nur Robert Maaser (KSC Strausberg) erzielte eine höhere Wertung für seine Kür im Geradeturnen (9,45 Punkte). Dennoch reichte es für Simon´s Einzug ins Geradefinale. Auch in der Spirale und im Sprung dominierte Simon das Teilnehmerfeld. Diesmal ließ er nichts anbrennen und erzielte die beste Wertung in der Spirale (9,20 Punkte) und auch im Sprung (9,55 Punkte), sodass er eine Gesamtpunktzahl von 28,00 Punkten erreichte. Henning Henningsen wuchs im Mehrkampf über sich hinaus und erzielte in seiner Geradekür eine persönliche Bestleistung von 8,95 Punkten. Henning´s Spirale Übung wurde mit 8,30 Punkten und der Sprung mit 7,85 Punkten bewertet, sodass sich Henning mit 25,10 Punkten, insgesamt über einen 5. Platz im Mehrkampf der Jugendturner freuen durfte. Völlig unverhofft kam dann die Nachricht bei der Siegerehrung: Simon, wie erwartet, in allen Einzelfinals, doch auch Henning darf am nächsten Tag das Geradefinale und das Spiralefinale turnen. Am selben Abend mussten dann die Männer in ihren Einzelfinals nochmals ran. Achus Emeis erreichte in einem spannenden Sprungfinale mit seinem letzen Sprung die Goldmedaille und auch im Musikfinale wurde er mit einer souverän geturnten Kür verdient Weltmeister. Der Landesfachwart Rhönradturnen Schleswig-Holstein, Dirk Henningsen, der auch bei der Abendveranstaltung in Aachen dabei war, wollte nun auch noch den letzen Weltmeistertitel bei den Männern nach Schleswig Holstein holen. „Constantin muss jetzt ein bisschen von unten beißen“ und dies tat er im Spiralefinale auch! Er wurde mit 9,45 Punkten Weltmeister in der Spirale. Am letzten Wettkampftag turnten die Jugendlichen ihre Finales aus. Simon zeigte im Sprungfinale einen Salto vorwärts mit ganzer Schraube. Höchstwertung sind 10,0 Punkte, Simon bekam von den Kampfrichtern 9,60 Punkte, ein kleiner Standfehler verhinderte eine höhere Wertung. Der 2. Weltmeistertitel lag in seinen Händen. In dem anschließenden Geradefinale zeigte Simon seine Kür mit leichten Wacklern für die er 9,35 Punkte erhielt. Hier wurde er von Robert Maaser geschlagen. Der 14-jährige Straußberger, Nähe Berlin, turnte eine sagenhafte Kür mit zauberhafter Ausstrahlung. Er wurde mit 9,50 Punkten in dieser Disziplin Weltmeister. Die erste Teilnahme an einer WM wurde sogleich mit einem Titel belohnt. Die Spirale gab dann den Ausschlag. Simon konnte mit dem gleichen Vorsprung aus dem Geradeturnen Robert auf Abstand halten und wurde mit 9,15 Punkten Weltmeister in dieser Disziplin. Henning konnte mit sauber vorgetragenen Küren die Kampfrichter nicht für sich gewinnen. Im Geradeturnen bekam er 8,65 Punkte, das bedeutete Platz 5 und in der Spirale wurde es der undankbare 4. Platz (8,55 Punkte). Trotzdem war es ein Erfolg in 2 Finals dabei zu sein. Der letzte Abend wurde mit dem Mannschaftsgold für Deutschland abgeschlossen. In der Aufstellung Julius Petri (TSV Taunusstein) mit Sprung und Spirale, Katrin Schwaben (TUS Aschaffenburg-Leider) und Janin Oer (VFB Fallersleben) mit einer Musikkür, Nadine Burkhardt (TSV Taunusstein) in der Spirale und Achus Emeis (TSB Flensburg) mit einem Sprung und einer Musikkür gewannen die Deutschen souverän mit 64,90 Punkten. Die weiteren Mannschaften kamen aus der Schweiz und Japan. Die beiden Equipes lieferten sich bis zu dem letzten Durchgang ein heißes Duell, das dann die Schweiz für sich entschied, der Vorsprung betrug 0,4 Pkt. So wurde durch den Einsatz von Achus Emeis in der Mannschaft das 8. WM-Gold für Schleswig-Holstein geholt. Die Ausbeute an Titeln ist bewältigend. Damit ist der Norden bei den männlichen Turnern dominierend. Zur Zeit kommt kein anderer LTV an diese Leistungsstärke heran. Ist zu hoffen, dass bei den Deutschen Meisterschaften, die nur eine Woche nach der WM anstehen, ebenfalls gute Leistungen gezeigt werden können. Den Spagat zwischen internationalen und nationalen Wettkampfbedingungen werden sich die Sportler stellen müssen. Aus dem Hause Henningsen 28.04.2005 Die Norddeutschen Meisterschaften im bergigen Wuppertal waren für die Nordlichter vom SV Rugenbergen ein riesiger Erfolg! Nach dem wunderbaren Qualifikationswettkampf für die Weltmeisterschaften 2005 in Aachen/Eupen, in der eigenen Vereinshalle, mussten nun auch die Pflichten dem Kampfgericht präsentiert werden. Doch auch dies wurde bravourös gemeistert, sodass am Ende des Wochenendes 2 Norddeutsche Meistertitel nach Bönningstedt gingen. Simon Knapp (L9) und Constantin Malchin (L10) beherrschten mit deutlichem Punktabstand die Konkurrenz. Aber auch die Leistung von Svenja Grau (L10) war der Wettkampf der beste ihrer Karriere. Sie wuchs in der Schwierigkeitskür und der Musikkür über sich hinaus und erzielte ihre ersten 9-Punkte Wertungen! Leider reichte es nicht zu Platz 3, es fehlten nur 0,2 punkte, aber auch der 5. Platz reicht für die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften, die während des Deutschen Turnfestes in Berlin stattfinden. Stefanie Steinbach und Henning Henningsen konnten im Mehrkampf ihr Können abermals unter Beweis stellen und erzielten die Plätze 6 und 4. Auch diese beiden können bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ihre Plätze verteidigen. Für Kathrin Gerdts reichte es mit Platz 13 leider nicht für eine Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften. Kathrin war nach ihren sehr guten Pflichtübungen sogar einen Platz vor Stefanie, doch bei ihren Kürübungen verlor sie diesen Vorsprung. Sie wird beim Turnfest am Kürwettkampf teilnehmen. So, ich wünsche dann allen Teilnehmern am Deutschen Turnfest 2005 in Berlin die schönste und erfolgreichste Woche aller Zeiten.
Henning Henningsen
15.03.2005 Juhuuu!!! Wir freuen uns für Conny, Henning, Johannes und Simon, dass sich ihr hartes (?) Training ausgezahlt hat: sie haben sich für die Weltmeisterschaften 2005 (04.05.-07.05 in Aachen und Bütgenbach, http://www.wm2005.net/) qualifiziert! Und natürlich auch für Lisa, die ja immer so fleißig bei uns mittrainiert und sich ebenfalls das Startrecht für die WM erkämpft hat.
|